Feature über unsere Konferenz in Ö1 – „Dimensionen – die Welt der Wissenschaft“

Hier 30 Tage lang zum Nachhören.

Giftschränke des Kommunismus: Aufarbeitung der Geheimdienste Osteuropas

25 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs kämpfen die ehemaligen Ostblockstaaten noch immer mit einem giftigen Erbe – den Archiven der ehemaligen kommunistischen Geheimdienste. Eine internationale wissenschaftliche Konferenz in Berlin, hat jetzt Bilanz gezogen. Eines steht jetzt schon fest: Eine umfangreiche Aufarbeitung wie die der deutschen Jahn-Behörde können nur wenige der teilnehmenden Länder vorweisen. Und das, obwohl in fast allen ehemaligen kommunistischen Ländern Ost- und Südosteuropas offizielle Forschungsstellen zur Aufarbeitung der Geheimdienstarchive existieren. Doch welchem Zweck dienen diese „Giftschränke des Kommunismus“ – so auch der Titel der Konferenz – wirklich? Dienen sie tatsächlich der Aufarbeitung von Unterdrückung, Bespitzelung und Überwachung, dem Umgang mit Schuld und Sühne? Oder werden sie eher benutzt? Als Instrument zur Machtausübung. Wird mit ihnen am Ende vielleicht mehr Politik als Aufklärung betrieben? Dieser Frage wollen Wissenschaftler, Historiker und Bürgerrechtler nun gemeinsam nachgehen. Mit Egin Ceka, Politikwissenschaftler, Universität Wien; Martin Prazak, Prager Archiv des Sicherheitsdienstes; Krisztan Unvary, Historiker, Ungarn; Gabriel Andreescu, Rumänien; Hubertus Knabe, Direktor der Stasi-Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen. Autor: Maximilian Grosser.

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